Digital Arbeiten ohne Internet – wie geht das?!

Ein Selbstexperiment zu Ende des vergangenen Jahres: Als digitaler Nomade anderthalb Wochen ohne Internet leben. Geht das? Schwierig, setzt doch ein digitales Leben eine gute Wifi- oder LTE-Verbindung oder irgendeine Art von Internet voraus.

Doch wir – das sind meine Freundin und ich – hatten keine Wahl: Anderthalb Wochen Mittelmeer mit der AIDA bedeutet zwangsläufig: kein WLAN an Bord. Bei Landausflügen wenig Zeit und eher semi-optimales Netz. Im Leben eines digitalen Nomaden eigentlich eine Vollkatastrophe.

Doch: Wir haben es geschafft. Und das sogar mit besserem Umsatz als erwartet! Wie wir das angestellt haben, erfährst du in diesem Short-Guide. In den nächsten Zeilen verrate ich dir, wie auch du eine Zeit „abschalten“ oder ohne Internet klar kommst – und dabei keinerlei finanzielle Einbußen einstecken musst.

Der Step-by-Step Guide: Digitaler Nomade ohne Internet

Also, was haben wir gemacht, damit es so gut funktionierte? Es beginnt natürlich alles, wie sollte es anders sein, mit einer guten Vorbereitung.

Schritt #1: Die Lage klären

Beantworte dir folgende Fragen, damit du deine Zeit ohne Internet guten Gewissens verbringen kannst: Wie lange willst du offline leben? An welchem Ort / welchen Orten wirst du unterwegs sein? Welche Projekte / Arbeiten / Einkommensquellen könnten dadurch beeinflusst werden.

Anschließend listest du alle Antworten auf und verschaffst dir so einen Überblick über das, was vor dir liegt.

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Einfach mal abschalten und nichts tun – geht das ohne Einbußen? Die Antwort: Ja, als digitaler Nomade ist selbst das möglich!

Schritt #2: Vorausplanen

Bist du Texter und hättest in der von dir angepeilten Zeitspanne eigentlich ein paar Texte zu schreiben? Oder bist du als Online-Dozent unterwegs und müsstest ein Webinar geben? Ode hast du sonstige Projekte zu erledigen, für die du Internet benötigst oder erreichbar sein müsstest?

Hier deine Lösung: Lade dir alle möglicherweise relevanten Daten auf deinen Rechner, damit du offline an deinen Projekten arbeiten kannst. Rufe eventuell relevante Seiten im Voraus auf und ermögliche dir so ein Offline-Browsing. Verfasse eine Mail an all deine Kunden / Partner, die aufgrund dieser Projekte Kontakt zu dir aufnehmen könnten. Erkläre ganz offen und ruhig detailreich, was du planst und weshalb du nicht online bist. Versichere, dass du dennoch (durch die oben genannten) Methoden erreichbar sein wirst und gib ihnen so ein gutes Bauchgefühl.

Für Webinare und andere Live-Schaltungen setze einen Automatismus ein. Zeichne das Webinar vorher auf und schalte es via Webinaris, etc. automatisch. So musst du nicht online sein und kannst dennoch deine Veranstaltungen online stattfinden lassen.

Teile deinen Teilnehmern in deinen Online-Kursen – falls du welche hast – per Kurzmitteilung mit, dass du für eine Zeit abwesend sein wirst und in einer Woche alle Fragen & Co. beantworten wirst. Auch hier gilt das Transparenz-Prinzip.


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Plane Blogartikel im Voraus. Plane Instagram- und Facebook-Postings via Buffer oder Hootsuite. Bei Instagram kannst du einen Freund um das letztlich „Posting“ bitten.

Du baust dir also quasi eine „Online-Fassade“ auf, hinter der du entspannt urlauben und ein wenig in Ruhe arbeiten kannst.

Deine Mails sollten natürlich automatisch beantwortet werden. Hinterlasse hier eine kurze Notiz über deine Abwesenheit und deine Pläne und versichere, dass du schon bald antworten wirst.

Als Digitaler Nomade hast du den Vorteil, dass die meisten Auftraggeber / Partner Verständnis für deine Situation haben werden. Planst du dann noch gut voraus, bist du in einer komfortablen Situation.

Schritt #3: Komm‘ mit einer Überraschung zurück.

Bei Auftraggebern, die davon ausgehen, dass du „offline“ bist und nicht erreichbar, hinterlässt du mächtig Eindruck, wenn du mit abgeschlossenen Projekten zurückkehrst. So habe ich beispielsweise gleich einen noch ausstehenden Folgeauftrag sichern können – du erhöhst so nämlich massiv deine Verlässlichkeit.

Und das Beste: Sorgst du dich einmal nicht um deine Verkäufe oder dein Business, geschieht manchmal ein Wunder: Bei uns wurden mehr Online-Kurse als sonst verkauft – und die Rezensionen waren besser denn je.

Man hat eben auch als digitaler Nomade auch mal „Internet-Urlaub“. So einfach ist das.


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